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Die praktische Philosophie Peter Danovs ist, obwohl vom Geist des frühen Christentums durchdrungen, keine Kirchenlehre. In jeder Zeile seines Wortes entdecken wir das, was für keinen mehr ein Geheimnis ist: Die Gottesdiener haben sich vom Licht des Evangeliums entfernt, um in der Dunkelheit der zeremoniellen Wahrnehmung der Christlichen Wahrheit zu leben. Der Charakter der Ideen Peter Danovs geht gut aus dem nachfolgendem Auszug aus dem Protokoll seines Verhörs in der Polizeidirektion vom 21. Juli 1925 hervor: "Ich bin Peter K. Danov von Warna, 60 Jahre alt, Bulgare, unverheiratet, nicht vorbestraft, Lehrer. Meiner* Lehre liegen drei Hauptprinzipien zugrunde: die Göttliche Liebe, die Göttliche Weisheit und die Göttliche Wahrheit. Aus diesen Prinzipien folgt, daß zwischen den Menschen ein endgültiger Friede und gegenseitiges Verständnis, Brüderlichkeit und gegenseitige Hilfe herrschen muß im Namen des allgemeinen Wohles. Meine Lehre schließt jegliche Gewalt aus und verlangt die vollendete Reinheit der Gedanken, der Gefühle und der Handlungen. Eine der wichtigsten Bedingungen für alle Anhänger dieser Lehre ist die vollkommene Ethik. Der Schüler der Göttlichen Schule muß, um die großartigen Wahrheiten der christlichen Lehre zu verstehen und anzuwenden, physisch, moralisch und geistig rein sein. Jeder Verstoß gegen diese Bedingung ist ein bedeutendes Hindernis für seine Entwicklung. Er muß in jeder Hinsicht die richtige Einstellung haben, sowohl zu sich selbst wie auch zu den anderen und zum Staat. Ich empfehle das Einhalten der festgelegten Normen und Gesetze der Herrschenden. Jeder Mangel und Unvollkommenheit in der gesellschaftlichen und staatlichen Ordnung kann durch Selbstvervollkommnung berichtigt werden, weil gesagt wurde: "Seid vollkommen, wie Eurer Vater im Himmel vollkommen ist." Die Kirche muß immer im Einklang sein mit der Göttlichen Liebe, Weisheit und Wahrheit. Mit Politik beschäftige ich mich nicht, weil sie für uns keine Zielstellung ist. Mit Politik beschäftigen sich Menschen, die erst jetzt das Leben studieren. Ich lehre nur was vernüftig, was gut ist. Um die Göttliche Weisheit zu erfassen und die Göttliche Wahrheit zu verstehen braucht man Lebenswissen. Dieses Wissen wird denjenigen gelehrt, die freiwillig wünschen zu lernen und sich zu entwickeln. Sind sie geistlich und moralisch gesund, begreifen sie leicht die ihnen vorgetragenen Lektionen. Ansonsten können sie selbst auf eine Sache verzichten, die nicht in ihren Kräften stand. Ich rufe niemanden, noch zwinge und halte ich jemanden. In meiner Lehre wendet man das Gesetz der vernünftigen Freiheit an. Wer kommt wird nicht vertrieben, doch auch wer gehen will, wird nicht zurückgehalten. Keinem wird etwas auferlegt, aber allen helfe ich nach ihren Wünschen mit Rat, Hinweis und zweckmäßigen Heilmitteln. Und all das mache ich absolut uneigennützig. Gott, dem ich diene, hat für meinen Lebensunterhalt gesorgt. Im Sinne des oben Gesagtem erkläre ich hiermit, daß alle Klagen, Beschwerden, Anzeigen und Kritiken gegen mich, von wem auch immer, jeder Wahrheit und Grundlage entbehren. Meine Lehre, die in mehr als sechs Bänden beschrieben ist und mein Leben, zugängig für jeden und jederzeit überprüfbar, haben eine Verteidigung nicht nötig. Diese Lehre sichert physische Gesundheit, moralische Reinheit und geistigen Fortschritt allen, die sie befolgen - ihr Leben aber ist ein allgemein anerkanntes Vorbild. Was die nichtige Anzahl Ausnahmen von Menschen mit einem Stillstand in ihrer Entwicklung betrifft, d.h. wenn unter der Menge meiner Zuhörer ein-zwei Fälle von selischem Wankelmut und moralischem Zerfall existieren, so liegt das an ihnen selbst oder es kommt von den Eltern dieser Leute. Aber das sind nicht meine Schüler, auch wenn sie manchmal bei mir waren. Etwas anderes habe ich nicht hinzuzufügen." Protokoll: P.K.Danov |
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| Beinsa Douno |